autoinfos.at

EU-Neuwagenmarkt 2025 wächst: Elektroautos legen stark zu

Neuzulassungen

Der europäische Automarkt hat sich 2025 weiter stabilisiert: Laut der aktuellen Presseaussendung des europäischen Automobilherstellerverbands ACEA stiegen die Neuwagenzulassungen in der EU um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Trotz dieses Wachstums bleiben die Gesamtzahlen weiterhin unter dem Niveau vor der Pandemie.

Dynamische Entwicklung bei BEV

Besonders dynamisch entwickelte sich der Markt für Elektrofahrzeuge. Batterieelektrische Autos (BEV) erreichten einen Marktanteil von 17,4 Prozent, ein deutlicher Anstieg gegenüber 2024, als der Anteil noch bei 13,6 Prozent lag. Insgesamt wurden 1.880.370 BEV neu zugelassen. Wachstumstreiber waren vor allem Italien, (plus 44,2 Prozent) Deutschland (plus 43,2 Prozent), die Niederlande (plus 18,1 Prozent), Belgien (plus 12,6 Prozent) und Frankreich (plus 12,5 Prozent), die zusammen 62 Prozent aller BEV‑Zulassungen ausmachen. In Polen stiegen übrigens die E-Auto-Verkäufe im Jahresvergleich um 161,5 Prozent.

Auch HEV und PHEV legten zu

Auch Hybridfahrzeuge (HEV) bleiben ein starker Faktor am EU‑Markt: Mit 34,5 Prozent Marktanteil bleiben sie die beliebteste Antriebsform. 2025 wurden 3.733.325 Hybridfahrzeuge neu registriert, angetrieben durch kräftige Zuwächse in Spanien (plus 23,1 Prozent), Frankreich (plus 21,6 Prozent), Deutschland (plus acht Prozent) und Italien (plus 7,9 Prozent). Plug‑in‑Hybride (PHEV) stiegen auf 9,4 Prozent Marktanteil, besonders dank der starken Nachfrage in Spanien (plus 111,7 Prozent), Italien (plus 86,6 Prozent) und Deutschland (plus 62,3 Prozent).

Minus bei Diesel und Benzin

Gleichzeitig setzt sich der Rückgang traditioneller Antriebe fort. Die Zulassungen von Benzinern fielen um 18,7 Prozent, jene von Dieselfahrzeugen sanken weiter auf 8,9 Prozent Marktanteil. Damit verschiebt sich das Kräfteverhältnis im europäischen Automarkt zunehmend zugunsten elektrifizierter Antriebe.

Insgesamt zeigt die ACEA‑Analyse einen klaren Trend: Die Elektrifizierung schreitet spürbar voran, während klassische Verbrenner weiter an Bedeutung verlieren. Dennoch bleibt der Verband vorsichtig – die aktuellen Zahlen reichen laut ACEA noch nicht aus, um die langfristigen Klimaziele sicher zu erreichen. Die EU‑Hersteller stehen somit weiterhin vor der Herausforderung, den strukturellen Wandel zu beschleunigen und gleichzeitig wirtschaftlich konkurrenzfähig zu bleiben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert