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Mobilität 2024: Auto bleibt in Österreich zentraler Faktor

Fahrzeuge

Österreich zählt weiterhin zu den motorisierten Ländern Europas. Mit 569 Pkw pro 1.000 Einwohner im Jahr 2024 liegt die Republik nur knapp unter dem EU‑Durchschnitt von 578 Fahrzeugen und positioniert sich damit im europäischen Mittelfeld. Deutlich höhere Motorisierungsraten verzeichnen Länder wie Liechtenstein, Italien oder Luxemburg, während Österreich vergleichbare Werte wie Frankreich oder Griechenland aufweist und klar vor Staaten wie Dänemark, Schweden oder Irland liegt.

Umfrage von AutoScout24

Die aktuelle Datenlage verdeutlicht, dass das Auto für viele Menschen ein unverzichtbarer Bestandteil des Alltags bleibt – insbesondere außerhalb der städtischen Zentren. Eine im Jänner durchgeführte Integral‑Umfrage im Auftrag von AutoScout24 zeigt, dass mehr als ein Drittel der Befragten im täglichen Leben vollständig auf den Pkw angewiesen ist. Weitere 30 Prozent geben an, zumindest stark auf das Auto zu setzen. Insgesamt sind damit rund 63 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher in ihrem Mobilitätsverhalten direkt vom privaten Fahrzeug abhängig, sei es für den Arbeitsweg, Besorgungen oder andere alltägliche Wege.

Besonders hoch ist die Autoabhängigkeit in den östlichen Bundesländern. In Niederösterreich und im Burgenland berichten 83 Prozent der Befragten, regelmäßig auf den Pkw angewiesen zu sein – der höchste Wert im Bundesländervergleich. Tirol und Vorarlberg folgen mit 70 Prozent. Auch in Oberösterreich und Salzburg bleibt das Auto für 68 Prozent ein fester Bestandteil des Mobilitätsalltags. In der Steiermark und in Kärnten fällt die Abhängigkeit mit 59 Prozent etwas geringer aus.

Kontrastreiches Bild in Wien

Ein kontrastreiches Bild zeigt sich in Wien. Die Bundeshauptstadt profitiert von einem sehr gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz aus U‑Bahn, Straßenbahn und Bus, das für viele Wege eine praktikable Alternative zum eigenen Auto bietet. Dementsprechend niedrig liegt die Autoabhängigkeit: Nur rund 31 Prozent der Wiener Bevölkerung sind im Alltag tatsächlich auf den Pkw angewiesen.

Das Alter macht den Unterschied

Auch der Blick auf Geschlechter- und Altersgruppen zeigt deutliche Unterschiede. Rund 70 Prozent der Frauen geben an, auf das Auto angewiesen zu sein, während dieser Anteil bei Männern bei 56 Prozent liegt. Gründe dafür dürften komplexere Wegketten im Alltag sein, etwa durch Einkäufe oder Betreuungspflichten. Besonders ausgeprägt ist die Autoabhängigkeit zudem bei jungen Erwachsenen: 67 Prozent der 18‑ bis 20‑Jährigen geben an, im Alltag kaum auf ein eigenes Fahrzeug verzichten zu können. Gerade in Ausbildung oder Berufseinstieg spielt individuelle Mobilität eine entscheidende Rolle, vor allem außerhalb urbaner Räume mit dichtem öffentlichem Verkehrsangebot.

Foto: AutoScout24

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