Eine T&E-Analyse zeigt, dass die realen CO2-Emissionen von Plug-in-Hybriden (PHEV) im Durchschnitt sechsmal höher sind als in offiziellen Tests angegeben. Die Untersuchung basiert auf die neuesten verfügbaren Emissionsdaten von PHEV der EU aus dem Jahr 2024. Der Unterschied zwischen den tatsächlichen CO2-Emissionen von PHEV und den Laborergebnissen hat sich laut Pressemitteilung von T&E seit Beginn der Emissionsmessungen unter realen Bedingungen im Jahr 2021 jedes Jahr vergrößert.
Was sind PHEV?
PHEV kombinieren einen batterieelektrischen Antrieb mit einem Benzin- oder Dieselmotor. Ihr Anteil unter den Neuzulassungen von Pkw lag im ersten Halbjahr 2026 in der EU bei 9,8 Prozent. Die Daten aus dem realen Fahrbetrieb wurden anhand von Verbrauchsmessgeräten in 220.000 PHEV erhoben. Sie unterscheiden sich erheblich von den Labortests, bei denen die Fahrzeuge einem standardisierten Protokoll folgen.
Susanne Goetz, Senior Referentin für E-Mobilität bei T&E Deutschland, sagt: „Plug-in-Hybride sind einer der größten Greenwashing-Tricks der Autoindustrie – sie werden als umweltfreundliche Lösung vermarktet, sind es aber in der Praxis nicht.“ Und weiter: „Wenn Europa im globalen Wettlauf um E-Autos weiterhin eine Chance gegenüber China haben will, muss es sich jedem Versuch widersetzen, Plug-in-Hybride schönzurechnen.“
Wie sieht es mit CO2-Flottengrenzwerten aus?
Derzeit laufen in Brüssel die Verhandlungen über die Anpassung der CO2-Flottengrenzwerte für PKW. Der EU-Rat wird voraussichtlich am 12. Oktober darüber beraten, während die Abstimmung im EU-Parlament im November ansteht.



