Mit dem Berlingo Van First führt Citroën eine neue Einstiegsversion innerhalb seines Nutzfahrzeugangebots ein. Das Modell ist auf einen gezielten, kostenorientierten Einsatz ausgelegt und soll vor allem Gewerbetreibende ansprechen, die ein funktionales und erschwingliches Arbeitsfahrzeug suchen. Für den Hersteller ist die Einführung auch strategisch relevant: Der Berlingo Van war 2025 für 52 Prozent der Transporterverkäufe von Citroën verantwortlich und zählt damit zu den zentralen Modellen der Nutzfahrzeugsparte.
Fokus auf das Wesentliche
Citroën positioniert den Berlingo Van First als einfaches, robustes und wirtschaftliches Fahrzeug. Gleichzeitig knüpft die Marke damit an frühere leichte Nutzfahrzeuge wie die Kastenente, den Acadiane oder den C15 an. Auch der Name greift die Modellgeschichte auf: Bereits bei seiner Markteinführung 1996 trug der erste Berlingo diese Bezeichnung und galt mit seinem Monovolumen-Konzept als prägend für das Segment.
Mit dem neuen Modell will Citroën seine Präsenz im Bereich der leichten Nutzfahrzeuge weiter ausbauen. Dieses Segment macht nach Unternehmensangaben mehr als 30 Prozent der Verkäufe aus. Der Berlingo Van First ergänzt die bestehende Baureihe deshalb nicht nur als zusätzliche Variante, sondern als gezielt positioniertes Angebot für unterschiedliche berufliche Anforderungen.
Funktionalität und Variabilität im Arbeitsalltag
Im Innenraum setzt Citroën auf ein neues Armaturenbrett, neue Türverkleidungen und zusätzliche Stauraumlösungen. Im Mittelpunkt steht dabei die praxisorientierte Nutzung. Serienmäßig an Bord ist der sogenannte Flexiseat, ein modularer Beifahrersitz, der sich umklappen lässt und dadurch bis zu 0,5 Kubikmeter zusätzlichen Laderaum freigibt. Damit kann das Fahrzeug ohne größeren Umbau flexibel an wechselnde Transportaufgaben angepasst werden.
Nach Angaben von Citroën basiert dieses Konzept auf typischen Nutzungsmustern im Alltag: Gewerbetreibende seien in rund 80 Prozent der Fälle allein unterwegs und benötigen daher nicht dauerhaft eine Dreisitz-Konfiguration. Ergänzend steht mit dem optionalen Modutable eine Lösung zur Verfügung, die sich als mobile Arbeitsfläche oder Ablage für Laptop und Tablet nutzen lässt.
Weitere Optionen sollen die Alltagstauglichkeit zusätzlich erhöhen. Dazu zählen unter anderem eine modulare Mittelkonsole, ein Staufach unter dem Fahrersitz für Dokumente oder Laptops sowie eine Konfiguration mit Mittelsitz und Durchlademöglichkeit für lange Gegenstände. Auch eine 220-Volt-Steckdose ist vorgesehen.
Robustes Design und breite Antriebsauswahl
Äußerlich unterstreicht der Berlingo Van First seinen Nutzfahrzeugcharakter mit einem neu gestalteten vorderen Stoßfänger, der den Schutz verbessern und zugleich für eine markante Optik sorgen soll. Trotz seiner Position als Einstiegsversion verzichtet Citroën laut eigener Darstellung nicht auf zentrale Eigenschaften wie Komfort, Zuverlässigkeit und Praktikabilität.
Das Ladevolumen bleibt je nach Ausführung bei 3,3 bis 4,4 Kubikmetern, die Nutzlast beträgt bis zu einer Tonne. Beim Antrieb verfolgt Citroën weiterhin eine Multi-Energy-Strategie. Angeboten werden eine Elektroversion mit 100 kW (136 PS) und bis zu 270 Kilometern WLTP-Reichweite, BlueHDi-Dieselmotoren mit 100 und 130 PS, ein Benziner mit 74 kW (110 PS) sowie eine Mildhybrid-Version, die im kommenden Jahr folgen soll.
Mit dieser Kombination aus Preisfokus, Nutzwert und breiter Antriebsauswahl will Citroën den Berlingo Van First als wirtschaftliche Option für professionelle Einsätze positionieren.
Fotos: Citroën







