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Vertrauen in KI: Unterschiede zwischen Europa und China laut Studie von XPENG

XpengKI

Eine internationale Studie im Auftrag des Technologieunternehmens XPENG zeigt ein differenziertes Bild der Einstellung zu Künstlicher Intelligenz (KI) in Europa. Zwar wächst die grundsätzliche Akzeptanz von KI-Anwendungen im Alltag, doch sobald autonome Systeme eigenständig Entscheidungen treffen, sinkt das Vertrauen deutlich.

Für die Untersuchung wurden Einstellungen in sechs europäischen Ländern sowie in chinesischen Metropolen analysiert. Dabei zeigt sich: Während sich 82 Prozent der Europäer mit KI vertraut fühlen, würden aktuell lediglich 13 Prozent in ein vollständig selbstfahrendes Auto einsteigen. In China hingegen liegt die Bereitschaft mit 70 Prozent deutlich höher.

Zustimmung sinkt bei autonomem Handeln

Ein zentrales Ergebnis: Europäische Nutzer stehen KI-gestützten Assistenzsystemen durchaus offen gegenüber. Zwischen 42 und 53 Prozent bewerten Funktionen wie adaptiven Tempomat, Spurhalteassistent oder Verkehrszeichenerkennung positiv.

Sobald KI jedoch eigenständig agiert – etwa in komplexen oder kritischen Verkehrssituationen – nimmt die Zustimmung spürbar ab. Nur 21 Prozent der Befragten geben an, sich mit sogenannter physischer KI wohlzufühlen, also Systemen, die aktiv in reale Abläufe eingreifen.

Wahrnehmung und Verständnis gehen auseinander

Die Studie zeigt zudem, dass viele Menschen KI bereits nutzen, ohne sich dessen bewusst zu sein. Fahrassistenzsysteme oder automatisierte Funktionen werden häufig nicht als KI wahrgenommen. Gleichzeitig bleibt eine emotionale Distanz bestehen, wenn es darum geht, die Kontrolle vollständig an Maschinen zu übergeben.

Ein weiterer Faktor ist die mangelnde Verbindung zwischen KI und Nachhaltigkeit: 57 Prozent der Befragten würden entsprechende Technologien positiver bewerten, wenn deren Beitrag zur Emissionsreduktion klar nachgewiesen wäre.

Deutliche Unterschiede innerhalb Europas

Auch innerhalb Europas variieren die Einstellungen erheblich. Spanien zeigt sich vergleichsweise offen: 63 Prozent vertrauen dort KI-Systemen im Fahrzeug, rund ein Drittel fühlt sich mit physischer KI wohl. Deutlich zurückhaltender sind hingegen Großbritannien und Schweden, wo die Vertrauenswerte nur bei etwa einem Drittel liegen.

Skepsis gegenüber Technologieunternehmen

Neben der Technologie selbst spielt auch das Vertrauen in Unternehmen eine Rolle. Während in Europa 54 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass große Technologie- und Mobilitätsunternehmen im Interesse der Verbraucher handeln, liegt dieser Wert in China bei 94 Prozent. Als größte Sorgen nennen Europäer den möglichen Verlust menschlicher Kontrolle über Maschinen (61 Prozent) sowie Risiken für Arbeitsplätze (46 Prozent).

Vertrauen als Schlüssel für die Zukunft

Der Autohersteller XPENG betont in einer Medieninformation, dass technologische Innovation allein nicht ausreicht, um Akzeptanz zu schaffen. Entscheidend sei vielmehr das Vertrauen der Nutzer. Gerade Europa komme dabei eine besondere Rolle zu: Wer hier überzeugende Lösungen etabliert, könne auch international Maßstäbe setzen.

Foto: XPENG