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Statistik Austria: Deutlicher Aufwärtstrend am österreichischen Automarkt

Neuwagen

Der heimische Automarkt bleibt im Aufwind: Von Jänner bis April 2026 wurden laut Statistik Austria insgesamt 104.744 Personenkraftwagen neu zugelassen. Das entspricht einem deutlichen Plus von 15,3 Prozent beziehungsweise 13.872 Fahrzeugen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch der Gesamtmarkt legt kräftig zu: Mit 141.044 neu zugelassenen Kraftfahrzeugen ergibt sich ein Wachstum von 16,2 Prozent.

Alternative Antriebe dominieren zunehmend

Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die bereits seit Monaten zu beobachten ist. „Seit zehn Monaten steigen die Pkw-Zulassungen im Vergleich zu den Vorjahresmonaten deutlich“, so Manuela Lenk von Statistik Austria in einer Medienmitteilung. Auch der April bestätigt diesen Trend mit einem Zuwachs von 10,7 Prozent auf 27.509 Neuzulassungen.

Besonders auffällig ist die Entwicklung bei alternativen Antriebsformen. Von den neu zugelassenen Pkw entfielen bereits 64,5 Prozent auf Fahrzeuge mit Hybrid- oder Elektroantrieb. Insgesamt wurden 67.561 solcher Modelle neu zugelassen – ein Anstieg um 26,9 Prozent.

Klassische Antriebe unter Druck

Vor allem Benzin-Hybride legten stark zu und erreichten mit 38.576 Fahrzeugen ein Plus von 35,9 Prozent. Auch rein elektrische Pkw setzen ihren Wachstumskurs fort: Mit 24.469 Neuzulassungen bedeutet das ein Plus von 23,2 Prozent. Ein Rückgang zeigt sich hingegen bei Diesel-Hybriden, die um 9,5 Prozent nachgaben.

Konventionelle Antriebe verlieren im Gegenzug an Bedeutung. Ihr Anteil liegt nur noch bei 35,5 Prozent. Zwar konnten Benzin-Pkw leicht zulegen, doch Dieselmodelle verzeichnen weiterhin deutliche Rückgänge. Dieser strukturelle Wandel spiegelt sich auch im April wider: Zwei Drittel aller neu zugelassenen Fahrzeuge verfügten über alternative Antriebe.

Bewegung bei den Automarken

Bei den Herstellern bleibt Volkswagen mit einem Marktanteil von 14,5 Prozent führend, gefolgt von Skoda (10,9 Prozent) und Audi (7,1 Prozent). Besonders dynamisch entwickelt sich die Marke BYD, die mit einem Plus von 69 Prozent den stärksten prozentualen Zuwachs unter den Top-10 erzielt. Ebenfalls im Plus liegen unter anderem Seat, Mercedes und Audi, während BMW, Toyota und Dacia Rückgänge verzeichnen.

April bestätigt den Trend

Im Einzelmonat April zeigt sich die Entwicklung besonders klar: Elektroautos legten um 25,2 Prozent zu, Benzin-Hybride um 21,5 Prozent. Klassische Verbrenner verloren hingegen weiter an Bedeutung. Insgesamt bestätigt sich damit ein klarer Trend: Der österreichische Neuwagenmarkt wächst – und wird gleichzeitig zunehmend elektrifiziert.