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Pkw-Neuzulassungen: 13 Prozent Wachstum und starker Trend zu E‑Autos

Neuzulassungen_Toyota

Der österreichische Automarkt zeigt sich 2026 weiterhin in robuster Verfassung. Laut aktuellen Daten von Statistik Austria wurden von Jänner bis Mai insgesamt 130.273 Personenkraftwagen erstmals zum Verkehr zugelassen. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025 entspricht das einem deutlichen Plus von 13,1 Prozent beziehungsweise 15.090 Fahrzeugen.

Noch stärker fiel der Zuwachs bei den gesamten Kraftfahrzeugen aus: Insgesamt wurden 177.157 Neuzulassungen registriert – ein Anstieg von 14,2 Prozent oder 21.989 Einheiten. Damit setzt sich eine anhaltende Aufwärtsentwicklung fort, die inzwischen elf Monate ohne Unterbrechung über dem Vorjahresniveau liegt.

Alternative Antriebe dominieren den Markt

Besonders auffällig ist die Entwicklung bei Fahrzeugen mit alternativen Antrieben. Von den neu zugelassenen Pkw entfielen 84.331 Fahrzeuge auf diese Kategorie, was einem Anteil von 64,7 Prozent entspricht. Im Jahresvergleich bedeutet das ein Wachstum von 24 Prozent.

Innerhalb dieser Gruppe verzeichneten rein elektrische Pkw (BEV) einen Anstieg von 22,8 Prozent auf 31.067 Fahrzeuge. Noch dynamischer entwickelte sich das Segment der Benzin-Hybride, deren Neuzulassungen um 30,8 Prozent auf 47.639 Einheiten kletterten. Rückläufig war hingegen die Nachfrage nach Diesel-Hybriden, die um 10,4 Prozent auf 5.623 Fahrzeuge sank.

Der Anteil konventioneller Antriebe ging parallel zurück: 45.942 Fahrzeuge – rund 35,3 Prozent – wurden mit klassischen Benzin- oder Dieselmotoren zugelassen, ein Minus von 2,6 Prozent. Diesel-Pkw verloren dabei 7,7 Prozent, Benziner lagen leicht um 0,4 Prozent unter dem Vorjahr.

Marktführer und Markenentwicklung

Auch bei den Herstellern zeigt sich ein klares Bild: Volkswagen bleibt mit einem Marktanteil von 14,7 Prozent die meistzugelassene Marke, gefolgt von Skoda (10,8 Prozent), Audi (7,0 Prozent) und BMW (6,3 Prozent).

Ein besonders starkes Wachstum innerhalb der Top 10 verzeichnete der chinesische Hersteller BYD mit einem Plus von 71,5 Prozent. Ebenfalls deutlich zulegen konnten Seat (plus 20,3 Prozent), Skoda (plus 16,8 Prozent), Volkswagen (plus 15,5 Prozent), Mercedes (plus 15,4 Prozent) und Audi (plus 14,3 Prozent). Rückgänge gab es hingegen unter anderem bei BMW (minus 7,9 Prozent), Toyota (minus 6,3 Prozent) sowie Dacia und Cupra. Im Segment der Elektrofahrzeuge führten Skoda (11,3 Prozent Marktanteil), BYD (10,4 Prozent), Volkswagen (10,1 Prozent) und BMW (9,9 Prozent) die Rangliste an.

Nutzfahrzeuge mit gemischter Entwicklung

Bei den Nutzfahrzeugen zeigt sich ein differenziertes Bild. Besonders stark wuchsen die Neuzulassungen leichter Lastkraftwagen der Klasse N1: Mit 14.750 Fahrzeugen wurde ein Anstieg von 37,5 Prozent verzeichnet. Auch land- und forstwirtschaftliche Zugmaschinen legten mit einem Plus von 12,7 Prozent auf 3.388 Einheiten zu. Dagegen entwickelten sich schwerere Lkw rückläufig: In der Klasse N2 sank die Zahl der Neuzulassungen um 24,1 Prozent, bei der Klasse N3 um 3,1 Prozent.

Foto: Toyota