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Gebrauchtwagen: Preise gaben in Österreich laut Analyse von AutoScout deutlich nach

Gebrauchtwagen

Im Juni sind Gebrauchtwagen in Österreich um durchschnittlich 28.085 Euro verkauft worden. Damit kosten Gebrauchte im Schnitt um 991 Euro oder 3,41 Prozent weniger als noch zu Jahresbeginn. Das zeigt der aktuelle AutoScout24-Gebrauchtwagen-Preis-Index.

Mittel- und Oberklasse deutlich günstiger

In der Mittelklasse gingen die Durchschnittspreise seit Jahresbeginn um 1.454 Euro beziehungsweise 5,60 Prozent auf 24.490 Euro zurück. Auch die Oberklasse verzeichnet starke Preisrückgänge mit einem durchschnittlichen Angebotspreis von 58.037 Euro – das sind um 3.358 Euro oder 5,47 Prozent weniger als zu Beginn des Jahres. Die obere Mittelklasse verbilligte sich ebenfalls deutlich. Im Juni lag der Durchschnittspreis mit 30.042 Euro um 1.143 Euro beziehungsweise 3,66 Prozent unter dem Niveau vom Jahresbeginn.

SUV und Geländewagen kosteten im Juni durchschnittlich 33.685 Euro und damit 991 Euro oder 2,86 Prozent weniger als im Jänner. Bei Vans und Kleinbussen fiel der durchschnittliche Angebotspreis um 734 Euro beziehungsweise 2,77 Prozent auf 25.791 Euro. In der Kompaktklasse sanken die Preise um 303 Euro oder 1,47 Prozent auf durchschnittlich 20.278 Euro.

Moderate Preisrückgänge in den übrigen Segmenten

Nahezu unverändert präsentierten sich hingegen Kleinwagen. Sie kosteten im Juni durchschnittlich 14.552 Euro. Am stärksten gaben die Preise bei Sportwagen nach. Ihr durchschnittlicher Angebotspreis sank seit Jahresbeginn um 5.217 Euro beziehungsweise 6,54 Prozent auf 74.555 Euro. Damit verzeichnete dieses Segment im ersten Halbjahr 2026 den deutlichsten Preisrückgang unter allen Fahrzeugarten.

Nachfrage verschiebt sich in Richtung E-Mobilität

Parallel zur Preisentwicklung verändert sich auch die Nachfrage auf dem österreichischen Gebrauchtwagenmarkt. Besonders stark legt das Interesse an gebrauchten Elektroautos weiterhin kontinuierlich zu. Im Juni 2026 lag die Nachfrage auf AutoScout24 um 40 Prozent über dem Niveau zu Jahresbeginn. Demgegenüber ging die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor deutlich zurück. Bei Dieselfahrzeugen sank sie um 20 Prozent, bei Benzinern um 15 Prozent.

„Die aktuelle Entwicklung ist ein deutlicher Schub für die Elektromobilität am Gebrauchtwagenmarkt. In einem von Energiepreisen, geopolitischen Unsicherheiten und steigender Kostenorientierung geprägten Umfeld entscheiden sich immer mehr Käufer bewusst für ein Elektroauto. Der Nachfragezuwachs von 40 Prozent seit Jahresbeginn zeigt, dass sich die Präferenzen am Markt spürbar verschieben“, so Nikolaus Menches per Medieninformation.