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Mazda CX-80 Homura Plus im Test: Wie gut ist das große Familien-SUV mit dem 254 PS starken Diesel?

Mazda CX-80

Mazda zählt zu den traditionsreichsten Automobilherstellern Japans. Das Unternehmen wurde bereits 1920 gegründet und entwickelte sich vom Werkzeughersteller zu einer Marke, die immer wieder technische Sonderwege einschlug. Besonders bekannt wurde Mazda durch seine Wankelmotoren, später durch die Skyactiv-Technologien, die auf Effizienzsteigerung klassischer Verbrennungsmotoren setzen.

Wie startete Mazda in das Premiumsegment?

Mit dem CX-60 begann die Marke ihren Schritt in Richtung Premiumsegment. Der Mazda CX-80 baut auf derselben Plattform auf, wächst jedoch deutlich in Länge und Raumangebot und übernimmt die Rolle des neuen Flaggschiffs für Familien und Vielfahrer. Mit knapp fünf Metern Länge und bis zu sieben Sitzplätzen positioniert er sich gegen etablierte Modelle wie Volvo XC90, Hyundai Santa Fe, Kia Sorento oder BMW X5.

Der hier getestete Mazda CX-80 3.3 e-Skyactiv D AWD Homura Plus tritt in einer besonders hochwertigen Variante an. Das Testfahrzeug verfügt über den 254 PS starken Reihensechszylinder-Diesel mit Mildhybrid-Technologie, Achtgangautomatik und Allradantrieb. Laut bereitgestelltem Fahrzeugdatenblatt liegt der Listenpreis des Testwagens inklusive Lackierung bei 76.920 Euro.

Wie wirkt der Mazda CX-80 von außen?

Der CX-80 ist nochmals größer als der Mazda CX-60 und wirkt souverän und elegant statt aggressiv. Mazda setzt weiterhin auf die bekannte Kodo-Designsprache, die auf klare Flächen und ausgewogene Proportionen setzt. Mit rund 4,99 Metern Länge, einem Radstand von 3,12 Metern und der langgezogenen Motorhaube entsteht eine Präsenz, die beinahe an klassische Luxus-SUV erinnert.

Besonders in der Testwagenfarbe Artisan Red kommt das Fahrzeug eindrucksvoll zur Geltung. Die Homura-Plus-Version setzt zusätzlich auf sportlich-elegante Akzente, große Leichtmetallräder und eine hochwertige Lichtsignatur. Trotz seiner Größe wirkt der CX-80 nicht überladen, sondern erstaunlich harmonisch.

Wie hochwertig ist der Innenraum?

Im Innenraum verfolgt Mazda einen anderen Ansatz als viele europäische Konkurrenten. Statt riesiger Touchscreens dominieren hochwertige Materialien, klare Linien und klassische Bedienelemente. Das Cockpit wirkt aufgeräumt und hochwertig verarbeitet. Die Sitze bieten ausgezeichneten Langstreckenkomfort und die erhöhte Sitzposition sorgt für eine gute Übersicht.

In der zweiten Sitzreihe herrscht großzügiges Platzangebot. Dank des langen Radstands genießen auch große Passagiere viel Beinfreiheit. Die dritte Sitzreihe eignet sich vor allem für Kinder oder kürzere Strecken, entspricht damit aber dem Klassenstandard. Als Fünfsitzer stehen bis zu 687 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung. Bei voller Siebensitzer-Bestuhlung – oder, wie im Fall des Testwagens als Sechssitzer – bleiben immerhin noch rund 258 Liter Ladevolumen übrig. Werden die hinteren Reihen umgeklappt, entsteht ein riesiger Stauraum von bis zu knapp 2.000 Litern.

Welche Ausstattung bietet die Homura-Plus-Version?

Die Homura-Plus-Ausstattung stellt eine der hochwertigsten Varianten innerhalb der Modellpalette dar. Bereits serienmäßig bietet der CX-80 zahlreiche Komfort- und Sicherheitsmerkmale. Dazu gehören hochwertige Lederausstattungen, elektrische Sitzverstellung, moderne LED-Lichttechnik sowie umfangreiche Assistenzsysteme. In höheren Ausstattungslinien stehen außerdem ein 360-Grad-Kamerasystem und eine sogenannte „See-Through“-Ansicht zur Verfügung, die die Fahrzeugfront virtuell transparent erscheinen lässt und das Rangieren erleichtert. Gerade angesichts des Preisniveaus vieler deutscher Premiumhersteller fällt positiv auf, dass Mazda bereits ab Werk einen sehr hohen Ausstattungsumfang liefert.

Wie gut ist das Infotainment?

Mazda bleibt seiner Philosophie treu und setzt nicht ausschließlich auf Touch-Bedienung. Stattdessen erfolgt die Steuerung vieler Funktionen über den bekannten Multi-Commander auf der Mittelkonsole. Das mag zunächst konservativ wirken, erweist sich im Alltag jedoch als angenehm und ablenkungsarm. Der zentrale Bildschirm misst 12,3 Zoll und bietet eine moderne Darstellung der Inhalte.

Die Menüführung wirkt logisch aufgebaut und die Fahrzeugfunktionen sind schnell erreichbar. Wer von modernen Touchscreen-Konzepten anderer Hersteller kommt, benötigt möglicherweise eine kurze Eingewöhnung, profitiert danach aber von einer intuitiven Bedienlogik. Allerdings kann man kritisieren, dass dieses Bedienkonzept nicht mehr ganz zeitgemäß ist. Vermutlich auch deshalb ist das Bedienkonzept beim 2026 neu auf den Markt gekommenen Mazda CX-5 der dritten Generation doch deutlich anders.

Wie fährt sich der Mazda CX-80?

Die wohl größte Besonderheit steckt unter der Motorhaube. Während viele Hersteller mittlerweile auf Vierzylinder setzen, verbaut Mazda einen 3,3 Liter großen Reihensechszylinder-Diesel mit Mildhybrid-Unterstützung. Das Aggregat leistet 254 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 550 Newtonmetern. Die Kraftübertragung erfolgt über eine Achtgangautomatik an alle vier Räder.

Wie fühlt sich der Motor an?

Die Antwort lautet: beeindruckend souverän. Der Sechszylinder läuft kultiviert, kraftvoll und angenehm leise. Bereits bei niedrigen Drehzahlen steht das hohe Drehmoment zur Verfügung. Überholvorgänge erfolgen mühelos und selbst bei voller Beladung wirkt der Antrieb niemals angestrengt.

Wie sieht es mit den Fahrleistungen aus?

Der CX-80 beschleunigt druckvoll von unten in rund 8,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht 219 km/h Spitze. Für ein großes SUV mit sechs Sitzplätzen sind das respektable Werte. Die Lenkung arbeitet präzise und vermittelt ein gutes Gefühl für die Fahrzeugfront. Trotz seiner Größe fährt sich der Mazda überraschend handlich. Die Federung ist komfortabel abgestimmt und absorbiert Bodenwellen souverän. Gleichzeitig bleibt die Karosserie in Kurven angenehm kontrolliert. Die Bremsanlage vermittelt einen sicheren und gut dosierbaren Eindruck.

Wie alltagstauglich sind die Ladeeigenschaften?

Der Diesel-CX-80 ist kein Plug-in-Hybrid und muss daher nicht extern geladen werden. Die integrierte 48-Volt-Mildhybrid-Technologie unterstützt den Verbrennungsmotor bei bestimmten Fahrsituationen und gewinnt Bremsenergie zurück. Der Fahrer profitiert von einem geringeren Verbrauch, ohne sich um Ladevorgänge kümmern zu müssen. Mit einem Tankvolumen von 74 Litern sind auf Langstrecken sehr hohe Reichweiten möglich. Die WLTP-Verbrauchswerte liegen laut Zulassungsschein bei 5,7 bis 5,8 Litern Diesel pro 100 Kilometer. Dieser Wert ist allerdings in der Praxis illusorisch. Der gut zwei Tonnen schwere Japaner benötigt gut sieben Liter je 100 Kilometer.

Gegen wen tritt der Mazda CX-80 an?

Im Wettbewerbsumfeld trifft der Mazda CX-80 auf starke Konkurrenz. Dazu zählen unter anderem Volvo XC90, Kia Sorento, Hyundai Santa Fe, Toyota Highlander sowie je nach Budget BMW X5 oder Audi Q7. Seine große Stärke liegt dabei in der Kombination aus hochwertiger Verarbeitung, großzügigem Platzangebot, umfangreicher Ausstattung und dem heute selten gewordenen Reihensechszylinder-Diesel. Während viele Wettbewerber auf kleinere Motoren setzen, bietet Mazda hier noch klassische Langstreckenqualitäten.

Wie sicher ist der Mazda CX-80?

Bei der Sicherheit überzeugt das japanische SUV auf ganzer Linie. Der CX-80 erreichte im Euro-NCAP-Crashtest die Höchstwertung von fünf Sternen und wurde sogar als „Best in Class“ unter den großen SUV des Testjahres ausgezeichnet. Der Insassenschutz für Erwachsene wurde mit 92 Prozent bewertet, die Kindersicherheit mit 88 Prozent. Auch beim Schutz von Fußgängern und Radfahrern sowie bei den Assistenzsystemen erzielte das Fahrzeug starke Ergebnisse. Zum Sicherheitsumfang gehören unter anderem Notbremsassistent, Spurhalteassistent, Müdigkeitserkennung, adaptive Temporegelung sowie zahlreiche weitere i-Activsense-Systeme.

Wie lautet das Fazit?

Fazit: Der knapp 77.000 Euro teure Mazda CX-80 3.3 e-Skyactiv D AWD Homura Plus gehört zu den interessantesten großen SUV auf dem österreichischen Markt. Er kombiniert viel Platz, hochwertige Verarbeitung und umfangreiche Ausstattung mit einem außergewöhnlich kultivierten Reihensechszylinder-Diesel. Wer ein komfortables Langstreckenfahrzeug mit bis zu sieben Sitzplätzen sucht und sich bewusst von der deutschen Premiumkonkurrenz abheben möchte, findet im CX-80 eine äußerst überzeugende Alternative. Seine Sicherheitswerte, die hohe Alltagstauglichkeit und der starke Antrieb machen ihn zu einem der spannendsten Familien-SUV seiner Klasse. Und hier geht es zum Test über den Mazda CX-5.

MazdaCX-80 3.3L e-Skyactiv AWD Homura Plus
Preisab € 75.770,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 76.920,- inklusive Außenfarbe Artisan Red
Garantie: 3 Jahre bis max. 100.000 km, 3 Jahre Lackgarantie, 12 Jahre gegen Durchrostung
Service: alle 20.000 km oder jährlich
Technische DatenVerbrennermotor: R6, 24V, Partikelfilter, 3.283 cm³, 187 kW/254 PS bei 3.750 U/min, max. Drehmoment 550 Nm bei 1.500-2.400 U/min
Elektromotor: Permanentmagnet-AC-Synchronmotor, 12,4 kW/17 PS Spitzenleistung, max. Drehmmoment 153 NM
Getriebe: Achtgangautomatik
Antrieb: Allradantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 219 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 8,4 s
WLTP-Verbrauch: 5,7 Liter
Testverbrauch: 7,1 Liter
EckdatenL/B/H: 4.995/1.890/1.710 mm
Radstand: 3.120 mm
Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 2.082/2.781 kg
Kofferraum: 258-1.971 Liter
Anhängelast gebr./ungebr.: 2.500/750 kg
Tank: 74 Liter (Diesel)
Reifen: 4 x 235/50 R20 104W auf 20“-Alus
SicherheitRegelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/LKA/ACC/RCTA/TPMS/HDA
Airbags: 8