Von 21. bis 23. April 2027 findet das 48. Internationale Wiener Motorensymposium in der Wiener Hofburg statt. Nach dem Abschluss des Call for Papers zeigt sich laut den Veranstaltern ein breites internationales Interesse an der Fachveranstaltung. Zahlreiche Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Universitäten aus Europa, Asien sowie Nordamerika hätten Vortragsvorschläge eingereicht. Dazu zählen beispielsweise Einreichungen aus Deutschland, Indien, China, Japan, Südkorea, dem Vereinigten Königreich und den USA.
Breites Spektrum aktueller Mobilitätsthemen
Den Angaben des Veranstalters zufolge decken die eingereichten Beiträge ein breites Spektrum aktueller Mobilitäts- und Antriebsthemen ab. Im Mittelpunkt stehen unter anderem elektrische Antriebe, Energiespeicher, Batterietechnologien und Ladelösungen. Darüber hinaus beschäftigen sich die Einreichungen mit Hybrid- und Verbrennungsmotoren, erneuerbaren Energien sowie regulatorischen Fragestellungen wie CO₂-Regulierung, Schadstoffreduktion und Kreislaufwirtschaft.
Ein besonderer Schwerpunkt soll auf neuen Fahrzeug- und Mobilitätskonzepten sowie auf dem Themenfeld „Software Defined Vehicle“ (SDV) liegen. Ebenfalls behandelt werden die Transformation der Automobilindustrie, strukturelle Veränderungen in der Branche sowie neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Technologiepartnern.
Nun erfolgt Bewertung und Programmerstellung
Laut dem Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK), der die Veranstaltung organisiert, werden die eingereichten Fachvorträge nun bewertet und daraus das Programm für das Symposium erstellt. Die Organisatoren verweisen auf die hohe internationale Beteiligung sowohl von Fahrzeugherstellern als auch von Zulieferern und Technologiedienstleistern.
Neben den Vorträgen sollen auch Fragen der Energieversorgung künftig stärker in den Fokus rücken. Mit dem steigenden Bedarf an Rechenleistung durch Anwendungen der Künstlichen Intelligenz gewinnen Themen wie die Resilienz von Energiesystemen, lokale Speicherlösungen, Vehicle-to-Grid-Konzepte sowie die dezentrale Energieversorgung von KI-Zentren durch Kraftwerke mit Großmotoren an Bedeutung. Auch diese Themen sollen im Rahmen des Symposiums diskutiert werden.
Begleitend zum Kongressprogramm wird erneut eine Fachausstellung in der Hofburg und auf den angrenzenden Freiflächen stattfinden. Nach Angaben der Veranstalter sind bereits rund 80 Prozent der verfügbaren Ausstellungsflächen vergeben. Die Kombination aus wissenschaftlichen Fachvorträgen, praxisbezogenen Präsentationen, Ausstellung und persönlichem Networking gilt als wesentlicher Bestandteil der Veranstaltung.
Seit wann gibt es das Wiener Motorensymposium?
Das Internationale Wiener Motorensymposium wurde in den 1970er-Jahren von Hans Peter Lenz initiiert und fand 1979 erstmals statt. Seit 1985 wird es vom Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK) ausgerichtet.
Foto: Klaus Ranger



