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Ladeinfrastruktur: Smatrics präsentiert Masterplan 2.0 für E-Mobilität bis 2030

Elektroauto laden

Vier Jahre nach der Veröffentlichung seines ersten Masterplans zieht der österreichische Ladeinfrastrukturbetreiber Smatrics eine Zwischenbilanz zur Entwicklung der Elektromobilität und legt mit dem „Masterplan 2.0“ neue Handlungsempfehlungen vor. Im Fokus steht dabei die stärkere Verzahnung von Energie- und Mobilitätssystemen, die aus Unternehmenssicht entscheidend für den weiteren Ausbau der E-Mobilität ist.

2030: Eine Million BEV in Österreich

Laut Prognose werden bis zum Jahr 2030 rund eine Million vollelektrische Pkw auf Österreichs Straßen unterwegs sein. In den vergangenen Jahren wurden dafür wichtige Voraussetzungen geschaffen: politische Rahmenbedingungen wurden angepasst und die öffentliche Ladeinfrastruktur deutlich ausgebaut. Österreich zählt damit innerhalb Europas zu den fortgeschrittenen Märkten in diesem Bereich.

Während der erste Masterplan aus dem Jahr 2022 vor allem auf steigende Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen und den Ausbau von Ladepunkten abzielte, sieht der Ladestationsbetreiber die Branche nun in einer neuen Entwicklungsphase. Die reine Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur sei nicht mehr die zentrale Herausforderung. Stattdessen rücken Aspekte wie einfache Nutzung, Alltagstauglichkeit und wirtschaftliche Effizienz stärker in den Vordergrund.

Fünf zentrale Handlungsfelder

Mit dem Masterplan 2.0 formuliert das Unternehmen fünf zentrale Handlungsfelder. Dazu gehört unter anderem die durchgehende, also 24/7-Zugänglichkeit öffentlicher Ladepunkte, die derzeit teilweise noch an Öffnungszeiten gebunden ist. Auch die barrierefreie und praxisnahe Gestaltung der Ladeinfrastruktur soll stärker berücksichtigt werden.

Darüber hinaus fordert Smatrics gezielte Anreizsysteme, die sich an der jeweiligen Marktentwicklung orientieren. Maßnahmen wie steuerliche Begünstigungen oder spezielle Fördermodelle könnten insbesondere Unternehmen beim Umstieg unterstützen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung sogenannter Vehicle-to-X-Technologien, bei denen Elektrofahrzeuge als flexible Speicher in das Stromnetz eingebunden werden. Schließlich wird auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur für elektrische Nutzfahrzeuge als zentraler Beschleuniger für die nächsten Jahre gesehen.

Integration der Infrastruktur in das Energiesystem

Gleichzeitig sieht das Unternehmen Nachholbedarf bei der Integration der Ladeinfrastruktur in das bestehende Energiesystem. Vor allem lange Genehmigungsverfahren, fehlende Standardisierungen und Verzögerungen bei Netzanschlüssen würden den Ausbau bremsen. Hier seien effizientere Prozesse notwendig.

Der Masterplan mache laut Medienmitteilung deutlich, dass die nächste Phase der Mobilitätswende nicht allein durch die Anzahl der Ladepunkte bestimmt wird. Entscheidend sei vielmehr, wie gut es gelingt, Fahrzeuge, Ladeinfrastruktur und Stromnetz zu einem abgestimmten Gesamtsystem zu verbinden, das Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen gewährleistet.