Der Mazda CX-5 ist für die japanische Marke weit mehr als nur ein weiteres SUV: Als erste Generation 2012 auf den Markt kam, war er das Serienmodell, mit dem Mazda sowohl die Kodo-Designsprache als auch die Skyactiv-Technologien in die breite Modellpalette getragen hat. In seiner nunmehr dritten Generation bleibt der CX-5 dieser Rolle treu, interpretiert sie aber deutlich zeitgemäßer – mit mehr Platz, mehr Digitaltechnik und einer klareren Positionierung als hochwertiger Alltags-Crossover.
Mazda CX-5 seit März 2026 im Handel
Für Österreich ist das Modell besonders relevant, weil der neue CX-5 hier seit März 2026 offiziell bei den Händlern steht und weiterhin als zentraler Volumenträger im Mazda-Programm gedacht ist. Das Testfahrzeug in Homura-Ausführung mit 2,5-Liter-e-Skyactiv-G-Benziner, Sechsstufen-Automatik, Allradantrieb und Soul Red Crystal kostet laut Datenblatt 48.950 Euro brutto, davon 47.960 Euro für das Fahrzeug und 990 Euro für den Lack.
Formal bleibt der CX-5 sofort als CX-5 erkennbar, und genau das ist eine seiner Stärken. Mazda hat die Grundsilhouette nicht radikal verändert, sondern evolutionär geschärft: Die Front wirkt aufrechter, die Karosserie präsenter und die Homura-Version setzt mit schwarzen 19-Zoll-Felgen, schwarzen Akzenten an Stoßfängern und Radläufen sowie adaptiven LED-Matrix-Scheinwerfern die sportlichste Note innerhalb der Baureihe. Das Ergebnis ist ein SUV, das nicht schrill auftritt, aber deutlich wertiger und erwachsener wirkt als viele nüchterne Volumenmodelle der Klasse.
Weltweit mehr als 4,5 Millionen CX-5 verkauft
Die Modellgeschichte liefert den passenden Kontext dazu. Seit dem Debüt 2012 hat sich der CX-5 weltweit mehr als 4,5 Millionen Mal verkauft, was erklärt, warum Mazda beim Generationswechsel nicht auf Revolution, sondern auf gezielte Verfeinerung setzt. Die dritte Generation wurde in Europa im Juli 2025 vorgestellt und ist in allen Dimensionen gewachsen: auf 4.690 Millimeter Länge, 1.860 Millimeter Breite, 1.695 Millimeter Höhe und 2.815 Millimeter Radstand. Gerade diese gewachsenen Maße sind im Alltag spürbar, weil sie nicht nur der Optik dienen, sondern vor allem dem Raumgefühl an Bord.
Deutlich mehr Platz im Innenraum
Beim Platzangebot hat Mazda einen der wichtigsten Kritikpunkte früherer CX-5-Generationen gezielt adressiert. Im Fond gibt es laut Datenblatt 58 Millimeter mehr Kniefreiheit und 29 Millimeter mehr Kopffreiheit, dazu kommen breitere hintere Türöffnungen, die das Einsteigen – etwa mit Kindersitzen oder beim täglichen Familienbetrieb – deutlich erleichtern sollen. Der Kofferraum fasst nun 583 Liter und wächst bei umgelegten Rücksitzen auf bis zu 2.019 Liter, wobei die im Verhältnis 40:20:40 geteilte Rückbank die Variabilität zusätzlich erhöht. Positiv ist auch die niedrigere Ladekante, die im Alltag beim Heben schwerer Taschen oder Kinderwagen tatsächlich mehr bringt als bloße Prospektzahlen.
Im Innenraum zeigt der CX-5 Homura den größten Generationssprung. Mazda verabschiedet sich weitgehend von der bisherigen Mischung aus Dreh-Drück-Steller und vielen physischen Tasten und setzt nun auf ein neues Bedienkonzept mit großem Zentraldisplay, digitalem Kombiinstrument und Head-up-Display. In der Homura-Ausstattung ist ein 15,6-Zoll-Touchscreen serienmäßig, flankiert von einem 10,25-Zoll-Digitalcockpit, Google built-in, kabellosem Apple CarPlay und Android Auto, induktiver Ladeschale, BOSE-Soundsystem sowie 360-Grad-Monitor aus den darunterliegenden Linien.
Umgewöhnung in puncto Bedienung
Das wirkt modern und aufgeräumt, verlangt aber auch etwas Umgewöhnung, weil selbst die Klimabedienung stärker in den Bildschirm wandert. Für viele Nutzer wird das im Gegenzug durch die Smartphone-ähnliche Logik, frei konfigurierbare Widgets und die Integration von Google Maps, Google Play und Gemini wieder abgefedert. Man sollte allerdings wissen, dass die Google-Dienste laut Mazda zunächst kostenlos getestet werden können und später voraussichtlich ein Abonnement beziehungsweise eine Datenverbindung benötigen.
Auch qualitativ positioniert sich der Homura nah an einem Premium-Anspruch, ohne formell einer Premium-Marke anzugehören. Lederbezüge, Sitzheizung vorne und hinten, Sitzklimatisierung vorne, elektrische Sitze mit Memory, Ambientebeleuchtung und optional ein Panorama-Glasdach sorgen dafür, dass der CX-5 innen spürbar hochwertiger auftritt als ein typischer Mittelklasse-SUV im Basistrimm. Das passt zur Mazda-Strategie, über Materialanmutung, Ergonomie und Design emotionale Qualität zu schaffen, nicht bloß über Abmessungen oder Bildschirmdiagonalen.
Die Idee des Jinba-Ittai
Beim Fahrverhalten setzt Mazda weiterhin auf seine klassische Jinba-Ittai-Idee, also auf eine möglichst harmonische Verbindung zwischen Fahrer und Fahrzeug. Klar: Er ist kein Roadster, wie der MX-5 oder ein Elektrolimousine wie der Mazda6e. Laut Hersteller wurden Fahrwerk, Federung, Dämpfung und Lenkung speziell für europäische Straßen neu abgestimmt; weichere Federn, angepasste Stabilisatoren und feinere Dämpfer sollen Komfort und Kontrolle gleichermaßen verbessern. Hinzu kommen eine überarbeitete Gaspedalabstimmung, ein neu kalibriertes Sechsstufen-Automatikgetriebe und ein Brake-by-Wire-System, das Rekuperation und Reibbremse besser koordiniert. In der Praxis lässt das auf einen CX-5 schließen, der weniger auf spektakuläre Sportlichkeit als auf Souveränität, Berechenbarkeit und Ruhe setzt – und genau damit trifft er wohl die Erwartungen vieler österreichischer Familien und Vielfahrer recht gut.
Der 2,5-Liter-Saugbenziner leistet 141 PS und 238 Newtonmeter, im getesteten AWD-Modell sprintet der CX-5 in 10,9 Sekunden auf 100 km/h und erreicht 185 km/h Spitze. Das sind keine Werte, die sportliche Ansprüche wecken, sie reichen aber für den Alltag, fürs entspannte Reisen und für zügiges Mitschwimmen im Verkehr absolut aus. Wer im Namen „Homura“ einen ausgesprochen dynamischen Auftritt erwartet, bekommt also eher ein sehr gut ausgestattetes Komfort-SUV als ein Performance-Modell. Positiv ist, dass Mazda serienmäßig auf Automatik setzt und der i-Activ-Allradantrieb bei Bedarf variabel Kraft nach hinten schickt, im Normalbetrieb aber vorrangig die Vorderachse antreibt, um Effizienz zu wahren.
7,5 Liter Verbrauch in der Praxis
Das führt direkt zum Thema Verbrauch. Für den CX-5 Homura AWD nennt der japanische Hersteller nach WLTP 7,4 bis 7,5 Liter pro 100 Kilometer. Diesen Schnitt erreicht der Fünftürer auch in der Praxis. Unterstützt wird der Benziner durch ein 24-Volt-M-Hybrid-System und durch Zylinderabschaltung, die im Teillastbereich zwei Zylinder deaktivieren kann. Kurz erklärt: Beim Mildhybrid greift der CX-5 auf den Vierzylinder zurück, sowie das sogenannte M Hybrid System mit 0,22 kWh (Kilowattstunden) großem Akku, und einem E-Motor, der maximal 153 Newtonmeter Drehmoment bereitstellt.
Der Realverbrauch von rund 7,5 Litern ist für einen konventionell angetriebenen AWD-Benziner ordentlich, aber 2026 keineswegs ein Klassenrekord. Wer maximal auf Effizienz fokussiert ist, wird sich im Markt weiterhin bei Voll- oder Plug-in-Hybriden umsehen; wer dagegen einen kultivierten Benziner ohne Ladepflicht sucht, findet hier ein stimmiges Gesamtpaket.
Sehr stark beim Thema Sicherheit
Sehr stark präsentiert sich der CX-5 beim Thema Sicherheit. Schon ab den unteren Linien ist die ADAS-Ausstattung umfangreich, und der Homura bringt zusätzlich die gehobene Hardware- und Komfortebene dazu. Euro NCAP bewertete den neuen CX-5 mit fünf Sternen; die Detailwerte liegen bei 90 Prozent für erwachsene Insassen, 89 Prozent für Kinder, 93 Prozent für ungeschützte Verkehrsteilnehmer und 83 Prozent für die Sicherheitsassistenz. Gerade der hohe Wert beim Schutz vulnerabler Verkehrsteilnehmer spricht für ein sorgfältig abgestimmtes Assistenzpaket mit wirksamem Notbremsassistenten und guter Erkennung von Fußgängern und Radfahrern. Für Familien ist zudem relevant, dass ISOFIX-Systeme problemlos montierbar sind und der Fond gegenüber dem Vorgänger zugänglicher geworden ist.
Das Preis-Leistungsverhältnis
Bleibt die Preis-Leistungsfrage, und genau hier ist der neue CX-5 Homura interessant. Die Ausstattung ist nahezu komplett, Mazda spricht selbst von einem gegenüber dem Vorgänger verbesserten Preis-Leistungs-Verhältnis. Zudem ist die in Österreich kommunizierte sechsjährige Neuwagengarantie bis 150.000 Kilometer im Wettbewerbsumfeld ein gewichtiges Argument. Unterm Strich ist der CX-5 Homura damit kein Schnäppchen, aber ein durchdacht ausgestatteter, optisch eigenständiger und sicherer Crossover, der sich seinen Preis über Qualität, Komfort und Vollausstattung nachvollziehbar erarbeitet.
Fazit: Der aktuelle Mazda CX-5 Homura ist kein radikaler Neuanfang, sondern eine sehr kluge Evolution eines Erfolgsmodells. Er fährt erwachsener, bietet endlich spürbar mehr Platz, ist digital deutlich moderner und bleibt beim Design angenehm unverwechselbar. Schwächen zeigt er vor allem dort, wo der Markt insgesamt stärker elektrifiziert wird: Der Benziner ist kultiviert, aber nicht besonders kräftig und beim Verbrauch eher solide als sensationell. Wer jedoch ein hochwertiges, familienfreundliches SUV mit starker Sicherheitsbilanz, guter Ausstattung und Mazda-typischer Liebe zum Detail sucht, findet im CX-5 Homura eines der stimmigsten Gesamtpakete der Klasse.












| Mazda | CX-5 2.5L e-Skyactiv G 141ps 6AT AWD Homura |
| Preis | ab € 47.960,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 48.950,- inklusive Metalliclackierung Soul Red Crystal M Garantie: 3 Jahre bis max. 100.000 km, 3 Jahre Lackgarantie, 12 Jahre gegen Durchrostung Service: alle 20.000 km oder jährlich |
| Technische Daten | Motor: R4, 16V, Partikelfilter, 2.488 cm³, 104 kW/141 PS bei 4.500 U/min, max. Drehmoment 238 Nm bei 3.500-3.750 U/min Getriebe: Sechsgangautomatik Antrieb: Allradantrieb Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h Beschleunigung 0-100 km/h: 10,9 s WLTP-Verbrauch: 7,5 Liter Testverbrauch: 7,5 Liter |
| Eckdaten | L/B/H: 4.690/1.860/1.695 mm Radstand: 2.815 mm Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1.752/2.272 kg Kofferraum: 583-2.019 Liter Anhängelast gebr./ungebr.: 2.000/750 kg Tank: 58 Liter (Benzin) Reifen: 4 x 225/55 R19 99V auf 19“-Alus |
| Sicherheit | Regelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/LKA/ACC/RCTA/TPMS Airbags: 8 |



