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Omoda & JAECOO in Europa: Lokale Produktion, Forschung und neues Industrie-Netzwerk geplant

JAECOO 5

Der chinesische Automobilkonzern Chery treibt den Ausbau seiner Aktivitäten in Europa weiter voran. Auf der Paris Motor Show 2026 konkretisierte das Unternehmen seine langfristige Strategie für den europäischen Markt. Im Mittelpunkt stehen der Aufbau eigener Produktionskapazitäten, eine stärkere regionale Fahrzeugentwicklung sowie die Zusammenarbeit mit europäischen Industrie- und Forschungspartnern.

Was bedeutet das für Kunden von Omoda und JAECOO?

Für Kunden in Europa könnte dies künftig kürzere Lieferwege, eine stärkere Anpassung der Fahrzeuge an regionale Anforderungen sowie einen weiteren Ausbau von Service- und Vertriebsstrukturen bedeuten. Besonders relevant ist dabei das Produktionsprojekt im spanischen Barcelona. Dort sollen bereits bis Ende 2026 im Rahmen einer Pilotfertigung erste Exemplare des JAECOO 5 gefertigt werden. Der reguläre Produktionsstart ist nach Unternehmensangaben für das erste Quartal 2027 vorgesehen.

Teil des sogenannten EBRO-Projekts

Das Vorhaben ist Teil des sogenannten EBRO-Projekts, das Chery gemeinsam mit dem spanischen Unternehmen EV MOTORS umsetzt. Im Zuge der Zusammenarbeit sollen mehr als 1.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Gleichzeitig plant der Hersteller, die Zusammenarbeit mit europäischen Zulieferern auszubauen. Ziel ist eine stärkere Einbindung in bestehende industrielle Wertschöpfungsketten sowie eine langfristig stabile Versorgung mit Komponenten.

Wo plant Chery Entwicklungszentren?

Neben der Produktion setzt Chery verstärkt auf lokale Entwicklungsarbeit. Dazu greift die Unternehmensgruppe auf Forschungs- und Entwicklungszentren in Spanien, Frankreich, Deutschland und Großbritannien zurück. Die dort gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, Fahrzeuge und Technologien gezielter auf die Bedürfnisse europäischer Kunden abzustimmen.

Im Fokus stehen dabei unter anderem unterschiedliche Fahrgewohnheiten, regionale Erwartungen an Komfort und Bedienung sowie die Erfüllung europäischer technischer Anforderungen. Neue Modelle sollen dadurch bereits in der Entwicklungsphase stärker auf die Bedingungen europäischer Märkte ausgelegt werden.

Nachhaltige Produktionsprozesse im Fokus

Darüber hinaus kündigte der Konzern auf der Automesse eine neue Initiative mit Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen, Universitäten und Zulieferern an. Im Mittelpunkt stehen technologische Innovationen, nachhaltige Produktionsprozesse, verantwortungsvolle Beschaffung sowie der Ausbau regionaler Lieferketten. Damit verfolgt Chery das Ziel, sich in Europa nicht nur als Fahrzeuganbieter, sondern auch als langfristiger Industriepartner zu etablieren.


Von dieser Entwicklung könnten auch die Marken Omoda und JAECOO profitieren, die in Österreich von der Colmobil GmbH importiert wird. Das Unternehmen ist mittlerweile in 23 europäischen Märkten vertreten und baut parallel seine Vertriebs-, Service- und After-Sales-Strukturen aus. In Österreich umfasst das Händlernetz derzeit 35 Standorte. Mit dem JAECOO 5 wurde das Angebot zuletzt erweitert. Das Modell ist hierzulande bereits als Hybrid (HEV) sowie als vollelektrische BEV-Variante erhältlich.

Foto: JAECOO