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Kia K4 GT-line Fahrbericht: Stärken, Schwächen und Alltagseindruck des Kompakten

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Der neue Kia K4 markiert für die koreanische Marke einen wichtigen Schritt in der Kompaktklasse. Während Kia in Europa über Jahre vor allem mit dem Ceed erfolgreich war, ersetzt der K4 in vielen Märkten die bisherigen Modelle Forte, Cerato und K3 und soll langfristig auch die Rolle des klassischen Kompaktmodells innerhalb der Marke stärken. Vorgestellt wurde der K4 2024 als völlig neue Baureihe. Das Modell nutzt die moderne Designsprache „Opposites United“ wie etwa auch der EV2 oder PV5, bei denen es sich um Elektroautos handelt.

Was kennzeichnet den Kia K4 außen?

Bereits auf den ersten Blick hebt sich der Kia deutlich vom klassischen Kompaktklasse-Design ab. Die markanten vertikalen LED-Lichtelemente, die fließende Dachlinie und die versteckten hinteren Türgriffe verleihen dem Fahrzeug eine eigenständige Optik. Besonders in der Ausstattung GT-line wirkt der K4 ausgesprochen dynamisch. Die 18-Zoll-Leichtmetallräder, schwarze Designakzente und sportliche Stoßfänger unterstreichen den ambitionierten Auftritt. Mit 4,44 Metern Länge und einem Radstand von 2,72 Metern nutzt der Kia seine Abmessungen geschickt aus und vermittelt optisch fast den Eindruck eines Fahrzeugs aus der Mittelklasse.

Wie sieht der Kia K4 innen aus?

Im Innenraum setzt sich dieser moderne Eindruck fort. Das Cockpit wird von einer großflächigen Digitalanzeige geprägt, die ein digitales Kombiinstrument und das Infotainmentsystem optisch miteinander verbindet. Positiv fällt auf, dass Kia weiterhin echte Bedienelemente für wichtige Funktionen integriert. Dadurch bleibt die Bedienung auch während der Fahrt angenehm intuitiv. Die Verarbeitung hinterlässt insgesamt einen hochwertigen Eindruck. Zwar erreichen einige Kunststoffe im unteren Bereich nicht ganz das Niveau mancher deutscher Premiumhersteller, im Klassenvergleich bewegt sich der K4 jedoch auf einem hohen Niveau. Die Kunstledersitze der GT-line-Ausstattung bieten guten Seitenhalt und überzeugen auf längeren Fahrten mit angenehmem Komfort.

Was gehört zur Serienausstattung des Kia K4?

Bereits hier sammelt der K4 viele Pluspunkte. Die GT-line-Version verfügt serienmäßig über ein Head-up-Display, einen 360-Grad-Kameramonitor, einen digitalen Fahrzeugschlüssel für Smartphones, Sitzventilation vorne, Totwinkelkamera, adaptiven Tempomaten, Autobahnassistenten sowie zahlreiche Komfort- und Sicherheitsfunktionen. Auch die für Kia typische siebenjährige Werksgarantie bis 150.000 Kilometer gehört zum Paket. Gerade im Flotten- und Privatkundenbereich bleibt dies ein überzeugendes Argument.

Wie gut ist das Infotainment des Kia K4?

Das serienmäßige 12,3-Zoll-Navigationssystem unterstützt Apple CarPlay, Android Auto, DAB+, Kia Connect und Over-the-Air-Updates. In höheren Ausstattungslinien kommt zusätzlich ein Harman-Kardon-Soundsystem zum Einsatz. Die Menüführung wirkt logisch, die Reaktionszeiten sind schnell und die Darstellung modern. Besonders positiv ist die gelungene Kombination aus Touchbedienung und klassischen Schaltern. Dadurch müssen Fahrer wichtige Funktionen nicht in komplizierten Untermenüs suchen.

Kommen wir zu den Fahreigenschaften. Im Test erweist sich der 1,6-Liter-Turbobenziner mit 180 PS als sehr passende Motorisierung für den K4. Das maximale Drehmoment von 265 Newtonmetern steht bereits früh zur Verfügung und sorgt für kraftvollen Durchzug. Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h gelingt laut Werksangaben in 8,4 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h. Damit bewegt sich der Kia auf Augenhöhe mit vielen Kompaktklasse-Konkurrenten.

Wie arbeitet das 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe?

Im normalen Fahrbetrieb überzeugt es mit schnellen Gangwechseln und harmonischem Schaltverhalten. Im Stadtverkehr treten gelegentlich leichte Anfahrreaktionen auf, wie sie bei Doppelkupplungsgetrieben nicht unüblich sind. Insgesamt harmoniert die Abstimmung jedoch gut mit dem Turbomotor.

Die geschwindigkeitsabhängige Servolenkung arbeitet präzise und ausreichend direkt. Sportwagenähnliche Rückmeldungen liefert sie zwar nicht, für den Alltag bietet sie aber eine gelungene Balance aus Komfort und Kontrolle. Auf kurvigen Landstraßen zeigt sich das Fahrwerk angenehm neutral. Die Kombination aus MacPherson-Vorderachse und Mehrlenker-Hinterachse vermittelt Sicherheit und Stabilität. Auch die Bremsanlage mit innenbelüfteten Scheibenbremsen vorne überzeugt mit guter Dosierbarkeit.

Wie steht es um den Federungskomfort?

Die Antwort lautet: Hier kann der K4 des südkoreanischen Herstellers überzeugen. Trotz der großen 18-Zoll-Räder bleibt der Abrollkomfort auf gutem Niveau. Unebenheiten werden sauber verarbeitet, ohne dass das Fahrzeug schwammig wirkt. Gerade auf längeren Autobahnetappen zeigt der Kia seine Stärke als komfortabler Reisewagen.

Eine Schwäche ergibt sich bei der Übersichtlichkeit nach hinten. Die markante Karosserieform und die hochgezogene Fensterlinie schränken die Rundumsicht etwas ein. Die umfangreichen Kamerasysteme kompensieren dies allerdings weitgehend.

Der K4 verfügt über einen 47-Liter-Kraftstofftank. Der WLTP-Normverbrauch des 180-PS-Modells liegt laut Hersteller zwischen 6,3 und 6,9 Litern pro 100 Kilometer. Im Alltag sind Werte im Bereich zwischen sieben und acht Litern realistisch, abhängig von Fahrstil und Einsatzprofil. Wer mittels Drive-Mode-Taste im unteren Bereich des griffigen Lenkrads den Ecomodus aktiviert und auf der Autobahn mit Abstandstempomat 110, 120 km/h fährt, kann den Verbrauch dann auf etwa sechs Liter senken.

Gegen welche Mitbewerber tritt der Kia K4 an?

Im Wettbewerbsumfeld trifft der Kia auf starke Konkurrenz. Volkswagen Golf, Skoda Octavia, Toyota Corolla und Honda Civic gehören seit Jahren zu den bekanntesten Vertretern der Kompaktklasse. Der K4 kontert mit seinem eigenständigen Design, einer sehr umfangreichen Ausstattung und einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Die GT-line startet in Österreich ab 37.890 Euro beziehungsweise ab 38.890 Euro mit 180 PS. Im Vergleich zu ähnlich ausgestatteten Wettbewerbern fällt das Angebot durchaus attraktiv aus.

Auch bei den Sicherheitssystemen zeigt sich der Kia modern aufgestellt. Zur Serienausstattung gehören Front-, Seiten-, Vorhang- und Center-Airbags, Spurhalteassistent, Spurfolgeassistent, Frontkollisionswarner mit erweiterten Funktionen, adaptiver Tempomat, Verkehrszeichenerkennung, Totwinkelassistent sowie je nach Ausstattung der Autobahnassistent und die Totwinkelkamera. Hinzu kommen eCall-Notrufsystem, Rückfahrkamera und zahlreiche weitere Assistenzsysteme. Damit bietet der K4 ein Sicherheitsniveau, das dem aktuellen Stand der Technik entspricht.

Wie ist das Preis-Leistungsverhältnis?

Hier offenbart der Kia K4 GT-line noch eine weitere Stärke. Mit einem Ab-Preis von 38.890 Euro ist der Fünfsitzer zwar kein Schnäppchen, aber aufgrund der umfangreichen Serienmitgift, die de facto alle Annehmlichkeiten enthält, die derzeit in der Autowelt gang und gäbe sind, kann das Preis-Leistungsverhältnis als sehr gut bezeichnet werden.

Wie fällt das Fazit über den Kia K4 aus?

Fazit: Der neue Kia K4 GT-line 1.6 T-GDI präsentiert sich als moderner, gut ausgestatteter und komfortabler Vertreter der Kompaktklasse. Zu seinen größten Stärken zählen das markante Design, die umfangreiche Serienausstattung, die moderne Digitaltechnik und die lange Garantie. Der kraftvolle Turbomotor sorgt für souveräne Fahrleistungen, während das Fahrwerk Komfort und Alltagstauglichkeit gelungen verbindet. Als Schwächen bleiben die eingeschränkte Heckübersicht und ein Innenraum, der bei einigen Materialien nicht ganz Premium-Niveau erreicht. Insgesamt liefert Kia jedoch ein überzeugendes Gesamtpaket, das in der Kompaktklasse viele etablierte Wettbewerber ernsthaft herausfordert. Und hier geht es zum Test über den Kia Sportage.

KiaK4 GT-line 1.6 T-GDI AWD
Preisab € 38.890,- inkl. Steuern und Abgaben; Testwagenpreis € 39.640,-
Garantie: 7 Jahre bis max. 150.000 km, 5 Jahre bis max. 150.000 km Lackgarantie, 12 Jahre gegen Durchrostung
Service: alle 30.000 km oder alle 2 Jahre
Technische DatenMotor: R4, 16V, Turbolader, Partikelfilter, 1.598 cm³, 132 kW/180 PS bei 6.000 U/min, max. Drehmoment 265 Nm bei 1.500-4.500 U/min
Getriebe: Siebenganggangautomatik
Antrieb: Frontantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 210 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 8,4 s
WLTP-Verbrauch: 6,7 Liter
Testverbrauch: 6,9 Liter
EckdatenL/B/H: 4.440/1.850/1.435 mm
Radstand: 2.720 mm
Eigen-/zul. Gesamtgewicht: 1.545/1.940 kg
Anhängelast gebr./ungebr.: 1.410/600 kg
Tank: 47 Liter (Benzin)
Kofferraum: xxx l
Reifen: 4 x 235/40 R18 91W auf 18“-Alus
SicherheitRegelsysteme: ABS/EBV/ESP/ASR/BA/BSD/RSR/LKA/ACC/RCTA/TPMS/HDA
Airbags: 8