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Umfrage: Drängler und aggressive Fahrer sorgen für Stress am Steuer

Autofahrer

Dichtes Auffahren, riskante Fahrmanöver und aggressives Verhalten im Straßenverkehr belasten viele Autofahrer. Das zeigt eine aktuelle Befragung des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag von AutoScout24. Demnach zählt Drängeln für die Mehrheit der Befragten zu den größten Stressfaktoren beim Autofahren.

Was belastet Autofahrer am meisten?

Mit 63 Prozent ist dichtes Auffahren der am häufigsten genannte Belastungsfaktor. 42 Prozent fühlen sich durch aggressives Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer gestresst. Jeweils 39 Prozent geben an, regelmäßig Aggressionen im Straßenverkehr zu erleben beziehungsweise unter rücksichtslosen Fahrweisen anderer zu leiden.

Wie reagieren Autofahrer auf Gehupe?

Auch Hupen und provokante Gesten wirken sich auf das Sicherheitsempfinden vieler Verkehrsteilnehmer aus. Knapp ein Drittel der Befragten, nämlich 31 Prozent, fühlt sich dadurch unter Druck gesetzt. Weitere 29 Prozent berichten, dass sie durch das Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer gelegentlich verunsichert werden. Nur 14 Prozent der Befragten erklären, beim Autofahren grundsätzlich keinen Stress zu empfinden.

Gibt es Unterschiede zwischen den Altersgruppen?

Besonders deutlich fallen die Unterschiede zwischen den Altersgruppen aus. Vor allem jüngere Verkehrsteilnehmer fühlen sich häufiger durch andere Fahrer verunsichert. In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen gibt mehr als die Hälfte, nämlich 51 Prozent, an, sich manchmal unsicher zu fühlen. Bei den 50- bis 65-Jährigen liegt dieser Wert lediglich bei 13 Prozent. Dazwischen rangieren die 30- bis 39-Jährigen mit 39 Prozent sowie die 40- bis 49-Jährigen mit 27 Prozent.

Wie wird aggressives Verhalten wahrgenommen?

Ähnlich verhält es sich bei aggressivem Verhalten im Straßenverkehr. Fast jeder zweite Befragte unter 30 Jahren, konkret 48 Prozent, erlebt solche Situationen regelmäßig. In der Altersgruppe zwischen 50 und 65 Jahren trifft dies auf 32 Prozent zu. Gleichzeitig zeigt sich, dass ältere Autofahrer insgesamt gelassener unterwegs sind: 22 Prozent der 50- bis 65-Jährigen geben an, am Steuer generell keinen Stress zu verspüren. Bei den Jüngsten sagen das lediglich vier Prozent.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Frauen und Männern?

Auch zwischen Frauen und Männern zeigen sich Unterschiede. Während 72 Prozent der Männer dichtes Auffahren oder Drängeln als belastend empfinden, sind es bei den Frauen 54 Prozent. Aggressives Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer stresst jeden zweiten Mann, bei den Frauen liegt der Anteil bei 34 Prozent.

Darüber hinaus fühlen sich Männer häufiger durch andere Verkehrsteilnehmer verunsichert. 36 Prozent nennen dies als Belastungsfaktor, bei den Frauen sind es 23 Prozent. Umgekehrt geben 17 Prozent der Frauen an, beim Autofahren grundsätzlich keinen Stress zu empfinden. Bei den Männern sagen das lediglich elf Prozent.

Foto: StockSnap