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Autowissen

Anfahrmoment

Das Anfahrmoment bezeichnet das Drehmoment, das einem Fahrzeug beim Anfahren aus dem Stand zur Verfügung steht. Es beschreibt somit die Kraft, mit der ein PKW unmittelbar beim Losfahren beschleunigen kann. Je höher das Anfahrmoment ist, desto leichter und kraftvoller setzt sich ein Fahrzeug in Bewegung.Besonders relevant ist das Anfahrmoment bei Steigungen, beim Ziehen eines Anhängers […]

Das Anfahrmoment bezeichnet das Drehmoment, das einem Fahrzeug beim Anfahren aus dem Stand zur Verfügung steht. Es beschreibt somit die Kraft, mit der ein PKW unmittelbar beim Losfahren beschleunigen kann. Je höher das Anfahrmoment ist, desto leichter und kraftvoller setzt sich ein Fahrzeug in Bewegung.
Besonders relevant ist das Anfahrmoment bei Steigungen, beim Ziehen eines Anhängers oder bei Überholmanövern aus niedrigen Geschwindigkeiten. Es beeinflusst maßgeblich das subjektive Beschleunigungsgefühl eines Fahrzeugs. Während die Motorleistung vor allem für die Höchstgeschwindigkeit und die Beschleunigung bei höheren Geschwindigkeiten verantwortlich ist, bestimmt das Anfahrmoment die Kraftentfaltung in den ersten Metern.
Bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor steht das maximale Drehmoment üblicherweise erst bei einer bestimmten Motordrehzahl zur Verfügung. Deshalb benötigen viele Benzin- und Dieselmotoren beim Anfahren etwas Zeit, um ihre volle Zugkraft zu entwickeln. Elektroautos besitzen hier einen technischen Vorteil: Elektromotoren liefern ihr maximales Drehmoment nahezu unmittelbar ab dem ersten Moment des Anfahrens. Dadurch reagieren Elektrofahrzeuge besonders spontan auf Fahrbefehle und bieten eine oft kraftvolle Beschleunigung aus dem Stand.
Das Anfahrmoment wird in der Einheit Newtonmeter (Nm) angegeben. Allerdings hängt die tatsächliche Beschleunigung nicht allein von diesem Wert ab, sondern auch von Faktoren wie Fahrzeuggewicht, Antriebsart, Getriebeübersetzung und Reifengrip.