Die Rückfahrkamera ist ein Fahrerassistenz- und Sicherheitssystem im PKW, das den Bereich hinter dem Fahrzeug beim Rückwärtsfahren sichtbar macht. Sie unterstützt den Fahrer dabei, Hindernisse, Personen, Tiere oder andere Verkehrsteilnehmer frühzeitig zu erkennen und kann so das Risiko von Kollisionen beim Rangieren verringern.
Die Kamera ist meist im Bereich der Heckklappe, der Kennzeichenbeleuchtung oder des Fahrzeughecks integriert. Sobald der Rückwärtsgang eingelegt wird, aktiviert sich das System in der Regel automatisch und überträgt ein Live-Bild auf das Display im Cockpit oder das Infotainment-System. Dadurch erhält der Fahrer einen Sichtbereich, der über die Möglichkeiten von Innen- und Außenspiegeln hinausgeht.
Viele moderne Rückfahrkameras verfügen über digitale Hilfslinien. Diese zeigen beispielsweise die Fahrzeugbreite oder den voraussichtlichen Fahrweg anhand des aktuellen Lenkeinschlags an. Einige Systeme kombinieren die Kamera zudem mit Parksensoren, Querverkehrswarnern oder einer 360-Grad-Ansicht, wodurch die Übersicht beim Einparken weiter verbessert wird.
Die Rückfahrkamera ersetzt jedoch nicht die Aufmerksamkeit des Fahrers. Spiegel, Schulterblick und die Beobachtung des Umfelds bleiben weiterhin notwendig. Verschmutzungen, starke Sonneneinstrahlung, Regen oder Schnee können die Bildqualität beeinträchtigen.