Zum Hauptinhalt springen

autoinfos.at

Autowissen

Gurtstraffer

Ein Gurtstraffer ist ein wichtiger Bestandteil der passiven Fahrzeugsicherheit. Seine Aufgabe besteht darin, den Sicherheitsgurt bei einem Unfall innerhalb von Millisekunden zu straffen, damit Fahrer und Passagiere möglichst früh von der Schutzwirkung des Gurtes profitieren. Der Gurtstraffer arbeitet dabei eng mit Airbags und weiteren Rückhaltesystemen zusammen.
Kommt es zu einer Kollision oder einer starken Verzögerung, erfassen Sensoren die Situation und übermitteln die Daten an das Airbag-Steuergerät. Dieses kann den Gurtstraffer auslösen, teilweise sogar bei geringeren Unfallstärken als den Airbag. Der Gurt wird daraufhin blitzschnell gestrafft und vorhandene Gurtlose, die beispielsweise durch Kleidung oder Sitzposition entsteht, wird reduziert. Dadurch bleibt der Insasse näher an der optimalen Sitzposition und bewegt sich beim Aufprall weniger stark nach vorne.
In modernen Fahrzeugen kommen häufig pyrotechnische Gurtstraffer zum Einsatz. Dabei erzeugt eine kleine Treibladung Gasdruck, der einen Kolben oder eine Aufrollvorrichtung bewegt und den Sicherheitsgurt straffzieht. Daneben existieren auch mechanische oder elektrische Systeme. Besonders wirksam ist der Gurtstraffer in Kombination mit einem Gurtkraftbegrenzer. Während der Gurtstraffer den Insassen fest im Sitz hält, begrenzt der Gurtkraftbegrenzer die Belastung auf Brustkorb und Schulter. Gemeinsam tragen beide Systeme dazu bei, das Verletzungsrisiko bei einem Unfall zu verringern. Heute gehören Gurtstraffer in den meisten modernen PKW zur Serienausstattung und zählen neben Airbags und Sicherheitsgurten zu den wichtigsten Sicherheitssystemen im Fahrzeug.