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Autowissen

Berganfahrhilfe

Die Berganfahrhilfe ist ein Fahrerassistenzsystem, das das Anfahren an Steigungen erleichtert. Sie verhindert, dass ein Fahrzeug beim Wechsel vom Brems- auf das Gaspedal ungewollt zurückrollt. Dadurch erhöht das System den Komfort und kann insbesondere in dichtem Verkehr oder auf steilen Straßen zu mehr Sicherheit beitragen.
Technisch ist die Berganfahrhilfe meist mit dem Antiblockiersystem (ABS) und dem Elektronischen Stabilitätsprogramm (ESP beziehungsweise ESC) vernetzt. Sensoren erfassen, ob sich das Fahrzeug auf einer Steigung befindet. Wird das Fahrzeug angehalten und der Fahrer löst die Bremse, hält die Elektronik den zuvor aufgebauten Bremsdruck für kurze Zeit automatisch aufrecht. Dadurch bleibt das Auto für wenige Sekunden stehen, obwohl das Bremspedal bereits losgelassen wurde.
Während dieser kurzen Haltephase kann der Fahrer bequem vom Brems- auf das Gaspedal wechseln. Sobald ausreichend Antriebskraft vorhanden ist, um die Steigung sicher zu bewältigen, gibt die Berganfahrhilfe die Bremsen selbstständig frei. Das Fahrzeug fährt dadurch kontrolliert an, ohne nach hinten zu rollen. Je nach Hersteller liegt die Haltezeit typischerweise bei etwa ein bis drei Sekunden.
Die Berganfahrhilfe kommt sowohl in Fahrzeugen mit Schaltgetriebe als auch mit Automatikgetriebe zum Einsatz. Manche Systeme unterstützen zudem das Anfahren auf Gefällestrecken beim Rückwärtsfahren. Die Funktion arbeitet meist automatisch und erfordert keine zusätzliche Bedienung durch den Fahrer.